Präsidenten-Veto: Köln beißt bei „Schweizer Ramos“ auf Granit
Der 1. FC Köln möchte im Aufstiegskampf personell noch einmal nachlegen. Topkandidat ist Innenverteidiger Joël Schmied vom FC Sion. Mit dem Spieler ist sich der Zweitligist bereits einig – doch dessen Klub-Präsident möchte mehr Geld sehen.

Der Wechsel von Joël Schmied vom FC Sion zum 1. FC Köln gerät ins Stocken. Wie Christian Constantin, der Präsident des Schweizer Klubs dem ‚Blick‘ verrät, herrscht zwischen den Vereinen noch große Uneinigkeit über die Höhe der Ablöse für den 26-jährigen Innenverteidiger: „Es ist noch gar nichts spruchreif. Denn wir lassen Joël unter keinen Umständen zu den finanziellen Konditionen ziehen, die zur Debatte stehen.“
Dem Vernehmen nach sind sich die Kölner mit dem Spieler bereits einig, ein Vertrag bis 2028 steht im Raum. Als Ablöse fasst der Zweitligist zwei Millionen Euro ins Auge.
Einer wie Sergio Ramos
Das ist jedoch offenbar nicht genug. „Unter drei wechselt er nicht“, bekräftigt Constantin gegenüber der Schweizer Tageszeitung. „Joël ist der Pfeiler meiner Abwehr. Und die war, ligaübergreifend, in den letzten anderthalb Jahren die beste der Schweiz. Zudem ist er eine starke Persönlichkeit. Solche Typen sind rar. Das ist wie bei Sergio Ramos, als der vor drei Jahren zu PSG wechselte.“
Zusätzlich macht der umstrittene Sion-Präsident dem FC Druck: „Ich habe ein zweites Angebot vorliegen, zu dem ich keine Details nennen kann. Es kommt aus Europa, aber nicht aus Deutschland. Und da liegt die Offerte bei weit über drei Millionen.“
Eile ist geboten
Nach langer Wartezeit ist also Eile das Gebot der Stunde für die Kölner. Aufgrund einer Transfersperre war den Domstädtern in den vergangenen Wechselfenstern nicht möglich, Neuzugänge zu verpflichten. Seit dem 1. Januar ist es dem FC aber wieder erlaubt, neue Spieler für den Spielbetrieb zu registrieren.
Das scheint sich allerdings nun etwas schwieriger zu erweisen als erhofft. Constantin gilt als harter Verhandler und eher emotionsgetrieben. Gegenüber dem Blick stellt er unmissverständlich klar: „Ich vermiese keinem Spieler die Karriere. Aber der Deal muss für mich natürlich auch stimmen.“
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