Sané, Ekitiké & Co: Neue Kanonen für die Gunners
Dem FC Arsenal droht erneut eine titellose Saison. Trotz anspruchsvoller und sehr ansehnlicher Spielweise mangelt es bei den Londonern an offensiver Durchschlagskraft. Das soll sich in der kommenden Saison endlich ändern – die Kandidatenliste ist lang.

Nach einem schweren Beginn wird die Arbeit von Trainer Mikel Arteta beim FC Arsenal mittlerweile sehr wohlwollend bewertet. Die Mannschaft spielt einen sauberen Kombinationsfußball und schickt sich an, die dritte Vizemeisterschaft in Folge zu sichern.
Für mehr reicht es aber dann doch meist nicht. Seit der Amtsübernahme des Spaniers gewann der Klub 2020 den FA sowie zweimal den englischen Supercup. Auf einen großen Titel warten die Fans bisher vergeblich. Das liegt trotz des schönen Spiels vor allem an der ungefährlichen Offensive. Die soll im Sommer nun endlich aufgerüstet werden – und das wird nicht billig.
„Wir wollen die Tiefe der Mannschaft erhöhen, aber auch die Qualität und die Fähigkeiten, die wir brauchen, um den nächsten Schritt zu machen“, kündigte Arteta am Wochenende an. „Es wird ein großer Sommer, und wir freuen uns sehr darauf.“
Auf der Suche nach neuen Angreifern möchten die Gunners ins oberste Regal greifen und haben auch einige Bundesligaprofis im Visier. Gesucht werden variable Spieler, die zum technisch anspruchsvollen Fußball der Mannschaft passen. Dringender Bedarf besteht vor allem in der Sturmmitte – ein echter Torjäger wird gesucht.
Magerer Torausbeute
Während die Defensive in dieser Spielzeit absolut überzeugt, Arsenal stellt mit nur 24 Gegentoren in 29 Partien den Bestwert auf, ist die Torausbeute für einen Tabellenzweiten eher mager. Nur 53 Treffer stehen zu Buche und damit 16 weniger als bei Tabellenführer Liverpool und sogar zwei weniger als bei Tottenham Hotspur auf Rang 14.
In der Sturmmitte wechseln sich gegenwärtig Gabriel Martinelli und Mikel Merino ab, Kai Havertz und Gabriel Jesus fehlen verletzt. Das Königsziel der Transferbemühungen lautet nach wie vor Alexander Isak (25). Der Schwede trifft in dieser Spielzeit für Newcastle United wie am Fließband, liegt mit 19 Treffern auf Rang drei der Torjägerliste.
Das Preisschild des Ex-Dortmunders liegt jedoch nach dem kürzlichen Pokalsieg der Magpies bei 180 Millionen Euro. Die Ersatzkandidaten kommen aus der Bundesliga. Hugo Ekitiké (22) von Eintracht Frankfurt wäre mit geschätzten 80 Millionen Euro dem Vernehmen nach deutlich günstiger, Benjamin Sesko (21) von RB Leipzig besitzt eine Ausstiegsklausel, die bei 70 Millionen liegen soll.
Lange Transferliste
Als neuer Kandidat wird Matheus Cunha gehandelt. Der 25-jährige Mittelstürmer der Wolverhampton Wanderers sieht sich bereit für den nächsten Schritt in seiner Karriere und möchte sich im Sommer einem absoluten Topklub anschließen.
Hier kann ebenfalls eine Ausstiegsklausel helfen, die laut dem ‚Guardian‘ bei etwa 75 Millionen liegt. Arsenal signalisierte bereits im Januar Interesse und kann nun mit Andrea Berta auftrumpfen. Der neu installierte Sportdirektor war bis zum Jahresanfang noch bei Atlético Madrid angestellt und hatte Cunha 2021 von Hertha BSC zu den Rojiblancos gelotst.
Ein weiterer Kandidat ist Moise Kean (25), der beim AC Florenz seine Karriere aktuell neu belebt und gegen Deutschland auch in der italienischen Nationalmannschaft groß auftrumpfte. Für die festgelegte Ablöse von 52 Millionen kann der Rechtsfuß wechseln.
Reunion mit Sané?
Auch auf den Flügeln soll bei den Londonern im Sommer noch etwas passieren. Im Fokus stehen dabei zwei Spieler aus verschiedenen Generationen. Arsenal mischt mit etlichen europäischen Klubs im Kampf um Lyon-Wunderkind Malick Fofana (19) mit, der im Sommer auf den Markt kommt, da das hoch verschuldete Olympique dringend Einnahmen benötigt.
Größer sind die Chancen allerdings dem Vernehmen nach bei Leroy Sané – vorausgesetzt, der 29-Jährige kann sich mit dem FC Bayern nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen. Arteta kennt den deutschen Nationalspieler bereits aus seiner Zeit als Co-Trainer von Manchester City und ist sehr an einer Verpflichtung interessiert.
Da der Vertrag des Flügelstürmers im Sommer ausläuft, wäre Sané ablösefrei zu haben. Für Arsenal ein Optimalfall, da die Wunschlösung in der Sturmmitte – wer immer es auch werden sollte – sicherlich nicht günstig wird.