FT-Kurve Bundesliga

Im Winter fast zur Konkurrenz: Freiburgs neuer Trumpf für die Königsklasse

Der SC Freiburg erlebt einen goldenen Februar. Vier Siege, viermal stand die Null. Das hebt das Team von Julian Schuster in neue Sphären. Einer, der beinahe vom Hof gejagt wurde, blüht wieder auf.

von Dominik Sandler
2 min.
Sildillia dreht zum Jubel ab @Maxppp

71 magere Minuten waren Kiliann Sildillia beim SC Freiburg in der Hinrunde vergönnt. Viel zu wenig für einen 22-Jährigen, der hoch veranlagt und auf dem besten Weg zu einem Top-Klub war. Noch im Sommer hatte der Rechtsverteidiger mit Frankreich bei Olympia Silber geholt, im Anschluss wurde er zu Saisonstart auch von Verletzungen zurückgeworfen und hatte unter Trainer Julian Schuster einen schweren Stand.

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Deshalb wollte der Franzose im Winter weg, vor allem der VfL Wolfsburg zeigte nach dem Abgang von Ridle Baku zu RB Leipzig starkes Interesse, ein Wechsel stand kurz bevor. Am Ende aber blieb Sildillia im Breisgau, wo er in der gesamten Hinrunde nicht an Dauerbrenner Lukas Kübler vorbeigekommen war.

Kübler gesperrt und krank: Wink des Schicksals für Sildillia

Wie schnell sich das Blatt aber wenden kann, zeigt sich aktuell in dieser Causa. Denn Kübler musste am 1. Februar gegen den VfL Bochum aufgrund seiner fünften Gelben Karte pausieren – und Sildillia bekam seinen ersten Bundesliga-Einsatz von Beginn an in dieser Saison. Zuvor hatten die Freiburger drei Niederlagen in Serie kassiert, die Stimmung war also durchaus angespannt. Einen Monat und vier Spiele später sieht die Situation ganz anders aus.

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Sowohl für den SC Freiburg, der alle vier Partien im Februar gewann und dabei ohne Gegentreffer blieb, als auch für Sildillia, der den erkrankten Kübler auch gegen den 1. FC Heidenheim (1:0) und den FC St. Pauli (1:0) vorzüglich vertrat und gestern gegen den SV Werder Bremen (5:0) ebenfalls den Vorzug erhielt.

Mit Sildillia in die Champions League?

Der Franzose überzeugt aktuell, traf dabei außerdem sowohl gegen Bochum als auch mit einem Traumtor gegen Bremen jeweils zum 1:0 und hat damit derzeit einen großen Anteil daran, dass sich der Sport-Club auf gutem Weg Richtung internationalem Geschäft befindet. Gegen den SVW verursachte Sildillia zwar unglücklich einen Handelfmeter und hatte gegen Justin Njinmah zwischenzeitlich Probleme, insgesamt präsentiert sich der Außenverteidiger aber so, als würde er sich pudelwohl in Freiburg fühlen, wo er seit 2020 zu Hause ist.

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Der Vertrag des U21-Nationalspielers läuft 2026 aus, Schuster wird heilfroh sein, dass er ihn noch in seinen Reihen hat. In dieser Verfassung könnte Sildillia das Zünglein an der Waage sein, das den Sport-Club vielleicht sogar bis in die Königsklasse hievt.

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