Olmo-Registrierung ungültig: La Liga deckt Barça-Schwindelei auf
Die Saga um die Spielberechtigung von Dani Olmo geht in die nächste Runde. Eine neue Untersuchung von La Liga deckt auf, dass der FC Barcelona gegen das Financial Fairplay verstoßen und die spanische Ligavertretung offenbar wissentlich getäuscht hat.

Aufgrund einer Verletzung im Adduktorenbereich wird Dani Olmo die kommenden Champions League-Duelle des FC Barcelona mit Borussia Dortmund verpassen. Erst in drei Wochen soll der 26-Jährige wieder einsatzbereit sein. Doch eine Untersuchung der La Liga könnte nun dafür sorgen, dass die Katalanen im Saisonendspurt des spanischen Oberhauses komplett auf den Spielmacher verzichten müssen.
Es ist die Fortführung einer kaum enden wollenden Saga um Barças Finanzprobleme und die damit verbundene Registrierung von Olmo und Pau Víctor (23) für den Spielbetrieb in La Liga. Zu Saisonbeginn zog sich der Prozess über Wochen hin, bis es Barcelona doch gelang, mit den Finanzen soweit zu jonglieren, dass die Spielerlaubnis für beide zumindest für die Hinrunde erteilt wurde.
Falsche Angaben
Am Jahresende kam das Thema erneut auf. Aufgrund gültiger Financial Fairplay-Regeln verwehrte die Liga diesmal die Spielerlaubnis. Die Katalanen zogen vor mehrere Gerichte und setzten ihren Willen auf den letzten Drücker noch durch. Geholfen haben dabei Einnahmen durch Logenverkäufe im Camp Nou über knapp 100 Millionen Euro – diese sollen jedoch nie stattgefunden haben.
Das geht aus einer offiziellen La Liga-Mitteilung hervor. In neun Unterpunkten wird dargelegt, dass die neueste Untersuchung ergeben hat, dass Barcelona massiv gegen das Financial Fairplay verstoßen hat. Aus dem Zwischenabschluss für das erste Halbjahr 2024/25, den der Klub einreichen musste, geht demzufolge klar hervor, dass „entgegen der früheren Bestätigung des Vereins und seines Wirtschaftsprüfers […] keine Angaben zu der Unternehmenstransaktion in der Bilanz enthalten sind“.
Bedeutet: Den Verkauf oder zumindest die bei der Registrierung angegeben Einnahmen haben nicht stattgefunden. Daher „verfügte der FC Barcelona zum 31. Dezember 2024 oder 3. Januar 2025 über keinen positiven Saldo oder keine Registrierungskapazität, öffentlich bekannt als ‚Fair Play‘, um die Spieler Dani Olmo und Pau Víctor zu registrieren, und verfügt auch derzeit nicht über eine solche“.
In Übereinstimmung mit den Haushaltsvorschriften der Liga (NEP) hat La Liga den Klub darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Barça-Gehaltsobergrenze basierend auf den Erkenntnissen reduziert wurde. Zusätzlich wird gegen den Wirtschaftsprüfer des Klubs Anzeige erhoben. Wie es mit Olmo und Víctor weitergeht, wird derzeit noch beraten. In den vergangenen Monaten wurde Liga-Boss Javier Tebas jedoch nicht müde, zu betonen, dass er die im Januar erfolgte Registrierung für nicht rechtens hält.
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