In Manchester erhofft man sich einen Vorteil beim Werben um Ekitiké, während man in Sevilla kreative Wege sucht, um Antony zu verpflichten. FT sondiert die Presse zum Wochenstart.

Tut er sich das wirklich an?
Eintracht Frankfurt kann Stürmer. Die Liste an Torjägern, die in den vergangenen Jahren für einen verhältnismäßig schmalen Taler in die Bankenmetropole wechselten, sich dort prächtig entwickelten und nachher für viel Geld verkauft wurden, ist lang. Erst im Januar verkaufte die Eintracht um Sportvorstand Markus Krösche den bis dahin überragenden Omar Marmoush für 75 Millionen an Manchester City. Mit dessen ehemals kongenialem Sturmpartner Hugo Ekitiké steht schon der nächste Exportschlager bereit. Ein Verein soll beim Poker um den Franzosen dabei einen entscheidenden Vorteil haben.
Dabei handelt es sich laut dem ‚Mirror‘ ausgerechnet um Englands kriselnden Dauerpatienten Manchester United. Ein Umstand, der insbesondere vor dem Gesichtspunkt, dass auch dem FC Liverpool und dem FC Arsenal Interesse am 22-Jährigen nachgesagt wird, auf den ersten Blick für Verwunderung sorgt. Die Erklärung ist allerdings schnell geliefert: Ekitiké ist schon von Kindesbeinen an Fan der Red Devils. Ob das angesichts der sportlichen Situation reicht, um den Shootingstar von einem Wechsel ins Old Trafford zu überzeugen, darf aber angezweifelt werden.
Eine kleine Spende bitte
Apropos Wechsel zu United. Bevor er einen Flug nach Manchester bucht, sollte Ekitiké vielleicht Antony konsultieren und ihn nach seinen Erfahrungen bei United fragen. Der Brasilianer, der in England zwischenzeitlich in manchen Augen wie ein Kreisligaspieler aussah, erlebt bei seiner Leihe zu Betis Sevilla im Moment seine persönliche Renaissance. In Andalusien möchte man den Flügelspieler daher unbedingt halten, was aufgrund eingeschränkter finanzieller Möglichkeiten aber kompliziert werden könnte. Regisseur Isco schlägt daher ein kurioses Transfermodell vor.
Wie die ‚Marca‘ berichtet, hält der Ex-Real-Profi so viel von Antony, dass er nun sogar die Fans um Mithilfe bittet: „Wir müssen ihn per Crowdfunding finanzieren, damit er mindestens ein weiteres Jahr bleibt. Wir haben eine Veränderung bemerkt, seit er gekommen ist, er bringt uns viel.“ Eine kuriose Bitte, die aber unterstreicht, welchen Wert Antony schon jetzt für Betis hat. Seit seiner Ankunft im vergangenen Januar stehen für ihn acht Torbeteiligungen in gerade einmal zwölf Spielen zu Buche. Beachtliche Zahlen, auf die man in Sevilla in der kommenden Saison nicht verzichten will.
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