Davies-Affäre: Bayern drohen mit juristischen Folgen

Die Knieverletzung, die Alphonso Davies bis zu acht Monate außer Gefecht setzen wird, lässt den FC Bayern nach wie vor nicht los. Der Zorn von Jan-Christian Dreesen konzentriert sich gegenüber ‚Bild‘ auf den kanadischen Fußballverband: „Wir fordern von Canada Soccer eine lückenlose Aufklärung der Abläufe und behalten uns juristische Schritte ausdrücklich vor. Einen offensichtlich verletzten Spieler mit einem angeschlagenen Knie ohne fundierte medizinische Abklärung auf einen zwölfstündigen Interkontinental-Flug zu schicken, ist aus unserer Sicht grob fahrlässig und ein klarer Verstoß gegen die medizinische Sorgfaltspflicht.“
Dreesen empört vor allem, dass Davies nach seiner Verletzung im Spiel gegen die USA (2:1) offenkundig nicht eingehend untersucht wurde. Anders ist nicht zu erklären, warum der kanadische Verband zunächst Entwarnung gab und den 24-jährigen Mannschaftskapitän in den Flieger zurück nach München setzte. Aber auch der Einsatz an sich ist für den Bayern-CEO nicht zu rechtfertigen: „Insgesamt ist der Einsatz von Davies, der vor dem Spiel schon muskuläre Beschwerden hatte, in einem sportlich unbedeutenden Spiel aus unserer Sicht in keinster Weise nachvollziehbar. Phonzy trifft keine Schuld – er ist Kapitän, er will Verantwortung übernehmen. Aber gerade, weil Kanada als WM-Gastgeber ohnehin für die WM 2026 qualifiziert ist, darf man bei einem Führungsspieler wie ihm kein gesundheitliches Risiko eingehen.“
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