Wegen Corona: Inter stellt Spielbetrieb ein
Inter Mailand reagiert mit einem drastischen Schritt auf den positiven Corona-Test von Juve-Verteidiger Daniele Rugani. Bis auf weiteres werden die Nerazzurri nach eigenen Angaben nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen.
Der Coronavirus zieht die erste einschneidende Maßnahme eines Profiklubs nach sich. Wie Inter Mailand in der Nacht auf den heutigen Donnerstag offiziell verkündete, stellt der Verein sämtliche „Wettbewerbsaktivitäten bis auf weiteres ein“. Ohnehin war der Spielbetrieb in Italien bis Mitte April ausgesetzt, doch Inters Bekanntgabe klingt doch sehr stark nach Saison-Abbruch.
🚨 | ANNOUNCEMENT
— Inter (@Inter_en) March 11, 2020
All competitive activities suspended: the official statement 👉 https://t.co/gbtiaEbd93#FCIM
Kurzfristiger Auslöser dieser Entscheidung ist der positive Corona-Test von Juve-Verteidiger Daniele Rugani (25). Wie die Bianconeri gestern Abend offiziell mitteilten, traten bei dem siebenfachen italienischen Nationalspieler bislang allerdings keinerlei Symptome auf.
Zur Erinnerung: Erst am Sonntag trafen Juventus und Inter im Derby d'Italia aufeinander. Beim 2:0-Erfolg der Alten Dame saß Rugani zwar 90 Minuten auf der Bank, war aber selbstredend in den Tagen und Stunden zuvor mit seinen Teamkollegen in intensivem Kontakt. Diese wiederum lieferten sich auf dem Platz zahlreiche Zweikämpfe mit den Inter-Profis. Sämtliche Spieler beider Teams werden in den kommenden Stunden nun auf den Virus getestet.
Saison-Abbruch nicht mehr ausgeschlossen
Es steht zu erwarten, dass der Mailänder Klub hier als Vorreiter fungiert. Es dürften weitere Vereine dem Beispiel folgen und den Spielbetrieb unterbrechen, bis die Verbreitung von COVID-19 ein Stück weit eingedämmt ist.
Auch in der Bundesliga liegen einschneidende Konsequenzen nicht mehr fern. Für den kommenden Montag ist eine Krisensitzung der Klubvertreter anberaumt.
Und die ersten Stimmen darf man bereits dahingehend deuten, dass zumindest eine mehrwöchige Bundesliga-Pause ansteht. Max Eberl befürchtet „eine Wettbewerbsverzerrung, wenn es keine einheitlichen Regelungen gibt“, so der Gladbach-Manager gegenüber dem ‚kicker‘. Amtskollege Martin Przondziono vom SC Paderborn stimmt zu: „Einzelfallentscheidungen bringen aus unserer Sicht nichts. Am hilfreichsten für die Vereine sind einheitliche Regelungen durch die DFL, an denen sich alle Vereine gleichermaßen orientieren.“
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