Nach Real-Wechsel: PSG schuldet Mbappé Millionen-Summe
Am gestrigen Montagabend war es soweit, die Transferposse um Kylian Mbappé nahm mit einem Pressestatement von Real Madrid ihr Ende. Der Franzose erfüllt sich seinen Kindheitstraum und wechselt nach Madrid. In Paris hinterlässt der Superstar viel verbrannte Erde – einige millionenschwere Fragen sind zudem noch ungeklärt.

Das Tischtuch zwischen Paris St. Germain und Kylian Mbappé war bereits im Februar zerschnitten, als der Mannschaftskapitän seinem Arbeitgeber intern mitteilte, dass er im Sommer zu Real Madrid wechseln wird. Der Pariser Nobelklub reagierte wie ein trotziges Kind, mal kam der Superstar überhaupt nicht zum Einsatz, andere Male wurde er erst gegen Ende eingewechselt.
Trotziges PSG
Wie tief gekränkt PSG – allen voran der stolze katarische Präsident Nasser Al-Khelaïfi – ist, wird nun mehr und mehr deutlich. Wie die ‚L‘Équipe‘ berichtet, hält der Klub seit April die Gehaltszahlungen an Mbappé zurück. Und auch das abschließende Juni-Salär sei noch nicht gezahlt worden.
Allein durch die drei offenen Monatsgehälter kumuliert sich eine Multimillionen-Forderung. Damit aber nicht genug, auch die Zahlung eines Loyalitätsbonus, die im Februar fällig geworden wäre, wird nach wie vor zurückgehalten.
Gebrochene Versprechen und gekränkte Eitelkeiten
Ungeachtet der gekränkten Eitelkeiten sieht sich PSG im Recht. Al-Khelaïfi soll sich dabei auf ein gebrochenes Versprechen von Mbappé berufen, der dem Katari zum Saisonstart im vergangenen August zugesichert haben soll, dass er seinen Vertrag an der Seine verlängern wird.
Damals soll der 25-Jährige auf die erste Rate der Bonuszahlung in Höhe von 80 Millionen Euro verzichtet haben. Die Hoffnung in Paris war groß, dass Mbappé auch die zweite Rate im Februar nicht abrufen wird. Aufgrund des Gebarens der Pariser aber wohl nichts weiter als ein frommer Wunsch.
Ein Fall für die Anwälte
Nach dem nun feststehenden Wechsel sind die Fronten so verhärtet, dass sich mittlerweile die Anwälte des Offensivspielers mit der Eintreibung der offenen Gehaltszahlungen beschäftigen. Die ‚L‘Équipe‘ rechnet damit, dass sich in letzter Instanz Gerichte sowie der Rechtsausschuss der französischen Liga LFP dem Fall annehmen werden.
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