2. Bundesliga

„Den Unterschied gemacht“: Schalke feiert Matchwinner Karius

Am gestrigen Freitagabend stand Loris Karius erstmals im Tor des FC Schalke 04. Der erste Auftritt für die Königsblauen fällt in die Kategorie Traumdebüt. Der lange gescholtene Keeper heimste im Anschluss Lob von allen Seiten ein.

von Georg Kreul
2 min.
Loris Karius feiert im Schalker Kasten @Maxppp

Lange musste Loris Karius auf seine erste Chance beim FC Schalke 04 warten. Bei seinem ersten Pflichtspiel für die Königsblauen am gestrigen Freitagabend hätte es dann aber für den Torhüter kaum besser laufen können. Dank der bärenstarken Leistungen des 31-Jährigen konnte S04 das Duell gegen Abstiegskonkurrent Preußen Münster (Platz zwölf gegen Platz 15) mit einem knappen 1:0 für sich Entscheiden und die Adler so mit nun sieben Punkten auf Distanz halten.

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Klarer Matchwinner: Karius. Gegen Münster verhinderte der Schlussmann in zahlreichen Situationen einen Schalker Rückstand. Schon in Halbzeit eins, vor allem aber kurz vor Ende der Partie als Preußen noch auf den Ausgleich drängte, zeigte Karius hervorragende Reflexe und präsentierte sich als der Rückhalt, nach Schalke zuletzt auf der Suche war. Nach Abpfiff feierten die S04-Fans ihren Winterneuzugang schon mit Sprechchören. Es scheint schon nach einem Auftritt zu passen zwischen Karius und dem Ruhrpottklub.

Trainer van Wonderen, der wohl kaum einen besseren Zeitpunkt für den Torhüterwechsel hätte finden können, schwärmte nach der Partie: „Heute hat die glücklichere Mannschaft gewonnen. Unser Torwart hat den Unterschied ausgemacht.“ Karius-Konkurrent Justin Heekeren (24) konnte zuletzt nicht immer überzeugen, ein Patzer im Mitabstiegsduell gegen Münster hätte wohl fatale Folgen gehabt. Dank Karius wurde die nächste Krise bei den Königsblauen verhindert.

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Zwischenziel erreicht

Der Torhüter selbst wollte sich selbst nicht zu sehr in den Mittelpunkt stellen. „Ich bin dankbar für das Vertrauen der Verantwortlichen“, sagte Karius nach dem Spiel, „ich habe nicht viele Spiele gemacht. In so einer Situation den Mut zu haben und zu sagen:, Wir setzen auf Dich‘, obwohl sie nicht wissen, wie ich performe, das ist toll.“ Lediglich sieben Pflichtspiele hat Karius in den vergangenen fünf Jahren bestritten.

Der ehemalige Liverpool-Keeper weiß, wie schnell es auch wieder in die andere Richtung gehen kann. Auch deshalb will Karius nicht zu sehr über seine Schalker Zukunft sprechen. Sein Vertrag ist erst einmal bis zum Sommer datiert. Überstürzen will er allerdings nichts: „Mein erstes Ziel war es, erst einmal ins Tor zu kommen. Das habe ich erreicht. Mein nächstes Ziel ist es, konstant gut zu spielen. Wenn ich das erreicht habe, schauen wir weiter.“ Auch Karius sollte wissen, dass der Platz zwischen den Pfosten auf Schalke zum Schleudersitz verkommen ist. Der 31-Jährige ist bereits Torhüter Nummer 17, der seit 2011 im Schalker Tor steht.

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An fehlender Wertschätzung für den Ruhrpottklub dürfte eine längerfristige Zusammenarbeit aber nicht scheitern. Karius hat mit seiner bisherigen Vita (u.a. Mainz, Liverpool, Besiktas, Newcastle) schon in einigen Stadien gespielt und einiges erlebt. Die Stimmung in der Schalker Arena elektrisierte aber auch Karius: „Es hat mir unheimlich Spaß gemacht, hier für Schalke zu spielen. Das ist ein sensationeller Verein, wenn man sieht, was hier los ist. Von der ersten Minute an habe ich es genossen. Das ist ja eigentlich Champions-League-Niveau, was wir hier auf Schalke vorfinden. Was Besseres gibt es ja nicht für einen Fußballer.“

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