Bayern-Flirt Benatia: Die Roma legt seinen Preis fest
An der Säbener Straße herrscht Unruhe. Nachdem der FC Bayern nahezu die komplette Saison mit furiosem Fußball begeisterte, läuft es aktuell eher durchwachsen beim Deutschen Meister. Auch die Innenverteidigung bekleckerte sich zuletzt mit wenig Ruhm. Mehdi Benatia von der AS Rom scheint eine interessante Alternative zu sein.

Nachdem der FC Bayern München lange Zeit einer perfekten Saison entgegenstrebte, ist die heile bayrische Welt in den letzten Wochen ein wenig aus den Fugen geraten. Negativer Höhepunkt war sicherlich das Champions League-Rückspiel gegen Real Madrid, als sich der Deutsche Meister in der heimischen Allianz Arena mit 0:4 vom Platz fegen ließ.
Auch die in der Hinrunde noch so tadellose Innenverteidigung um Jérôme Boateng und Dante patzte zuletzt in ungewohnter Regelmäßigkeit. Gerade am deutschen Nationalspieler Boateng scheint dies nicht spurlos vorübergegangen zu sein. So flog der sonst eher ruhige Abwehr-Koloss am vergangenen Samstag bei seinem Ex-Klub Hamburger SV nach einer Tätlichkeit gegen Kerem Demirbay mit Rot vom Platz.
Auch Aushilfs-Innenverteidiger Javi Martínez machte trotz seiner fußballerischen Vorzüge im Spielaufbau nicht immer die beste Figur. Die Verantwortlichen sondieren seit einiger Zeit den Markt nach sinnvollen Alternativen zu den etablierten Stammkräften. Im Fokus steht unter anderem der marokkanische Nationalspieler Mehdi Benatia von der AS Rom. Das Interesse der Bayern wurde Anfang April bereits bestätigt.
Wie der ‚kicker‘ nun berichtet, seien die amerikanischen Klub-Eigentümer der ‚Giallorossi‘ bereit, den 27-jährigen Hünen zu verkaufen. Preis: 25 Millionen Euro. Eine stolze Summe für einen Abwehrspieler, der in dieser Saison jedoch eindrucksvoll seine Klasse unter Beweis stellte. Nicht umsonst verfügt die ‚Roma‘ über die beste Verteidigung der Serie A.
Benatia gefällt durch sein resolutes, aber meist faires Zweikampfverhalten. Zudem besitzt der gebürtige Franzose ein starkes Stellungsspiel und besticht durch Torgefahr bei Standards. Fünf Saisontore konnte er in dieser Spielzeit markieren. Von seinem wuchtigen Auftreten her erinnert der Innenverteidiger an Ex-Bayern-Star Lucio. Sein Vertrag ist bis 2018 datiert.
Die Verantwortlichen beim deutschen Rekordmeister werden den Preis wohl mit Interesse zur Kenntnis nehmen und in Ruhe überlegen, ob der Kapitän der marokkanischen Nationalmannschaft in ihr Konzept passt.
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