Bundesliga

Sokratis-Poker: Eichin lässt Bayer auflaufen

Werder Bremen und Bayer Leverkusen liegen in der Personalie Sokratis weiter auseinander als bislang angenommen. Will der Werksklub den Innenverteidiger im Sommer verpflichten, muss er laut Sportdirektor Thomas Eichin sein Angebot signifikant erhöhen.

von Martin Müller-Lütgenau
2 min.
Werder Bremen Sokratis Papastathopoulos @Maxppp

Nachdem der SV Werder Bremen am vergangenen Wochenende durch ein 1:1-Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt den Verbleib in der Bundesliga gesichert hat, kann sich Thomas Eichin voll und ganz auf die Personalplanung für die kommende Spielzeit konzentrieren. Neben dem Poker um Nils Petersen muss sich der neue Sportdirektor der ‚Grün-Weißen‘ vor allem mit der Personalie Sokratis auseinandersetzen. Der Innenverteidiger, dessen Vertrag noch bis 2014 läuft, steht auf dem Zettel diverser Klubs. Großes Interesse an dem Griechen signalisiert Bayer Leverkusen.

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Berichten, denen zufolge der Wechsel des Nationalspielers zum Werksklub unmittelbar bevorsteht, widerspricht Eichin entschieden. „Was da an Aussagen aus Leverkusen gekommen ist, irritiert mich schon. Wir liegen meilenweit auseinander“, erklärt der 46-Jährige gegenüber der Syker ‚Kreiszeitung‘ mit Blick auf eine Einigung zwischen beiden Partien, „Sokratis hat bei uns noch einen Vertrag bis 2016. Da müsste ein Angebot mindestens im zweistelligen Millionenbereich liegen, damit wir uns damit überhaupt beschäftigen würden.

Völlig ausschließen kann und will Eichin den Verkauf des Leistungsträgers allerdings nicht. „Wir würden ihn gerne behalten. Aber es gibt viele Interessenten. Wenn es ein Angebot gibt, mit dem wir uns aus wirtschaftlichen Gründen beschäftigen müssen, dann werden wir das tun“, so der ehemalige Manager der Kölner Haie. Dennoch ist sich Eichin der Tatsache bewusst, dass die Norddeutschen aufgrund der Vertragssituation am längeren Hebel sitzen: „Wenn er bei uns bleibt, wird er das akzeptieren und weiter gute Leistungen bringen.

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Der Spieler kann sich den Wechsel zu den Rheinländern durchaus vorstellen. „„Leverkusen hat eine sehr gute Mannschaft und ist für ausländische Spieler sehr interessant, weil sie fast immer international spielen. Wenn ich sage, ich will gehen, der Klub aber sagt, ich muss bleiben, dann bleibe ich“, sagt der 24-Jährige. Sollte Leverkusen seine Offerte signifikant erhöhen, könnte der Wechsel noch zustande kommen. Bleibt ein verbessertes Angebot aus, wird Sokratis aller Voraussicht nach auch in der kommenden Saison an der Weser auflaufen.

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