Di Santo: Rückkehr nach England vorstellbar
Er ist Bremens Toptorjäger und musste gegen die Bayern zuschauen – Franco di Santo. Beim SV Werder Bremen werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Argentinier zu halten. Doch mit der Insel hat der Stürmer noch eine Rechnung offen.

Am Ende war es ein standesgemäßes Ergebnis, das auf der Anzeigetafel im Bremer Weserstadion aufleuchtete. 4:0 gewann der FC Bayern wenige Tage nach der Gala-Vorstellung in der Champions League gegen den SV Werder Bremen.
Es war für die Bremer das erste mal seit der 2:0-Auswärtsniederlage im Nordderby gegen den Hamburger SV, dass man ohne eigenen Treffer blieb. Ein Grund dafür ist sicherlich der Gegner am Samstag gewesen, ein anderer aber auch das Fehlen von Toptorjäger Franco di Santo.
Bester Torschütze mit zwölf Saisontreffer
Der Argentinier ist mit zwölf Saisontreffern Bremens bester Schütze. Die Hälfte der Treffer erzielte der 25-Jährige in der Rückrunde. Ein Grund dafür, dass Werder in der Rückrundentabelle aktuell auf dem dritten Platz steht.
Die Verantwortlichen des SV Werder arbeiten seit Wochen mit Hochdruck an einer Vertragsverlängerung. Das aktuelle Arbeitspapier läuft im Sommer 2016 aus, sodass nur noch die kommende Transferperiode bleibt, um eine Ablöse einzustreichen. Di Santo ablösefrei ziehen zu lassen, kann sich Bremen nicht erlauben.
Rückkehr nach England möglich
Di Santo selbst kann sich einen Verbleib an der Weser gut vorstellen, macht aber auch Einschränkungen. „Auf der einen Seite bin ich glücklich hier. Ich mache mich gut und spiele in einer starken Liga. Aber auf der anderen Seite möchte ich in England zeigen, was ich mit der dazugewonnenen Erfahrung zu leisten imstande bin“.
Vor seinem Wechsel 2013 nach Bremen spielte di Santo in England für den FC Chelsea, Wigan Athletic und die Blackburn Rovers. „Es war meine Entscheidung, Chelsea zu verlassen. Man muss realtisch sein. Ich stand im Wettbewerb mit Didier Drogba, Claudio Pizarro, Nicolas Anelka, Andrey Shevchenko und Salomon Kalou. Die waren zu dem Zeitpunkt deutlich besser als ich“, so der Argentinier im Rückblick.
Gleicher Trainer, neuer Verein
Bei einer Rückkehr nach England könnte di Santo auf seinen ehemaligen Coach Roberto Martínez treffen. „Es liegt an Roberto Martínez oder anderen Trainern, was passiert.“ Beide arbeiteten bereits bei Wigan zusammen. Aktuell ist Martínez Cheftrainer beim FC Everton.
„Wenn ich in Deutschland bleibe, werde ich glücklich sein und auf der anderen Seite, wenn ich nach England zurück gehe, werde ich versuchen mein Bestes zu geben, um zu zeigen, dass ich besser bin als beim letzten Mal“, lässt sich di Santo alle Möglichkeiten offen.
Zunächst einmal sind es aber noch neun Spiele in der Bundesliga für di Santo und Werder. Wenn der Argentinier weiter trifft ist vielleicht sogar noch ein Platz im intenationalen Geschäft möglich. Ein Argument mehr, um in Deutschland zu bleiben.
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